Fertigbackmischungen

Brotbackmischungen – die schnelle und gesunde Alternative?

Eine bequeme und zeitsparende Möglichkeit, sein Brot selbst zu backen, bieten Backmischungen. Sie sind in allen gängigen Discountern, Supermärkten und Bio-Märkten zu finden – oft zu einem recht günstigen Preis.

Lohnt sich da die Mühe überhaupt, sein Mehl für die Brote selbst zu mahlen?

Eine berechtigte Frage – bieten die Mischungen doch die optimale Zusammensetzung für meist gleichbleibende Backergebnisse. Bezahlt werden muss diese Optimierung jedoch mit etlichen Zusatzstoffen, die dafür sorgen, dass das Produkt lange genug im Regal des Verkäufers verbleiben kann (Konservierungsstoffe) und dass es gleichmäßig aufgeht und eine schöne Kruste bildet (Backtriebmittel, Emulgatoren).

Für die längere Haltbarkeit wird in der Regel Vitamin C zugesetzt (Ascorbinsäure oder E 300). Ebenfalls sorgt es beim Zubereiten dafür, dass das die Backmischung das zuzusetzende Wasser besser aufnehmen kann. Grundsätzlich ist Vitamin C ja auch gar nicht schädlich, jedoch wandelt sich die Ascorbinsäure beim Backen teilweise leider in Threonsäure um, welche in Tierversuchen nachweislich Skorbut (d.h. Vitamin C Mangel) hervorgerufen hat. Beim gelegentlichen Genuss von Fertigmischungen ist das kein großes Problem – bei regelmäßigem Konsum sollte man dies jedoch im Hinterkopf behalten, falls plötzlich Symptome einer Mangelerscheinung sichtbar werden.

Emulgatoren können Zusatzstoffe sein, deren Unbedenklichkeit weitgehend als gesichert gilt wie z.B. bei E 491 Sorbitanmonostearat. Jedoch ist hier besonders darauf zu achten und idealerweise auch zu recherchieren, ob jeder der zugesetzten Stoffe wirklich unbedenklich ist.

Das Salz, das den Backmischungen zugesetzt ist, kann jodiert sein. Da viele andere Lebensmittel auch Jod enthalten, kann hier die tägliche Dosis mit dem regelmäßigen Verzehr erhöht werden: Zu viel Jod kann möglicherweise auch zu Schilddrüsenerkrankungen führen.

Was ist drin? Zutaten einer Bio-Fertigbackmischung

Da man für ein gutes Brot nicht mehr als Mehl, Wasser, Hefe/Natursauerteig und Salz benötigt, kauft man mit der Bequemlichkeit beim Griff zur Fertigbackmischung also immer auch Zusatzstoffrisiken ein, die sich wirklich einfach vermeiden ließen. Dass eventuell nicht immer jedes Brot gleich gut gelingt, wenn man mit verschiedenen Mehlen bzw. deren Mengenverhältnissen und Gewürzen oder eigenen Zutaten experimentiert, sorgt jedoch auch für wiederkehrenden Spaß und Spannung beim Anschneiden und Probieren.

Und wenn sich das Ergebnis als besonders gelungen herausstellt ist der Stolz umso größer: Gesund, individuell und lecker – wer braucht da ein Mehr an Ungewissheit?

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