Wissenswertes über Buchweizen

Buchweizen (engl. buckwheat) ist kein Getreide sondern ein sogenanntes Pseudogetreide. Vielmehr gehören die 16 bekannten Buchweizenarten zu den Knöterichgewächsen.
Buchweizen ist glutenfrei und eignet sich deshalb gut für eine gesunde Ernährung von unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leidenden Menschen.

Der Buchweizen hat seinen Namen vom gleichnamigen Baum erhalten, da seine Samen aufgrund derer dunkelbraunen und dreieckigen Erscheinung eine gewisse Ähnlichkeit mit Bucheckern haben.

Beim Buchweizen betrug die weltweite Produktionsmenge 2014 etwa 2,0566 Mio. Tonnen.

Historisch

Ursprünglich stammt der Buchweizen aus Asien, wo er auch heute noch schwerpunktmäßig angebaut wird (u.a. in China, Japan, Russland).
Nach Europe kam der Buchweizen im frühen Mittelalter durch den Einfall der Sarazenen und der Tataren. In den folgenden Jahrhunderten breitete sich der Buchweizenanbau in ganz Europa aus – auch, weil er recht gut auf problematischen Böden gedeiht, bis er schließlich durch den Kartoffelanbau wieder verdrängt wurde.

Heute bekommt er auch bei uns wieder mehr Bedeutung, da er eine sehr wertvolle Zusammensetzung an Mineralstoffen, hochwertigen Eiweißen und wichtigen Vitaminen besitzt und gerade im Bio-Umfeld sehr beliebt wurde. Da er nur eine kurze Vegetationszeit von etwa 12 Wochen besitzt, wird er öfters auch als Zwischenfrucht angebaut.

Nährstoffe im Buchweizen

Die Buchweizensamen (geschält) bestehen aus etwa 70 % Kohlenhydrate, 9,9 % Eiweiß, 1,8 % Fett, 4,1 % Ballaststoffe, 2,2 % Mineralstoffe und ca. 12 % Wasser.

Um dein Vollkornbrot mit den wertvollen Inhaltsstoffen aus Buchweizen* anzureichern, gibt es im Handel recht viele Angebote. Wir empfehlen Buchweizen aus deutscher Produktion oder zumindest in Bioqualität.

Bitte beachte:

Kaufst du beim Bäcker ein „Buchweizenbrot“, so darf er das schon ab 20 % Buchweizenanteil so nennen. Wenn du aber selbst mahlst und bäckst, kannst du von dieser wertvollen Brotzutat einen wesentlich größeren Anteil verbacken.
Aus eigener Erfahrung empfehlen wir einen Anteil von 50 % und dazu als zweite Komponente Roggen. Und bei Glutenunverträglichkeit füllst du die anderen 50 % statt mit Roggen am besten mit Reis auf…

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